Flipboard Main-Kinzig Geschichte
Bis auf Weiteres fallen alle Veranstaltungen des Heimat- und Geschichtsvereins aus. Das Dorfmuseum ist geschlossen.
Jahreshauptversammlung:

Die Jahreshauptversammlung findet am 25. Juli 2020 um 19.00 Uhr im Bürgerhaus Ostheim statt. Dabei werden die gesetzlich vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen eingehalten. Wir weisen insbesondere darauf hin, dass der Zutritt zum Versammlungsraum nur gestattet werden kann, wenn ein Mund-/Nasenschutz getragen wird. Von allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden Name und Anschrift erfasst. Diese Daten werden zwei Wochen nach der Veranstaltung vernichtet. Die schriftliche Einladung zur Jahreshauptversammlung wird in Kürze an die Mitglieder des Heimat- und Geschichtsvereins verschickt.


Gründung und Aufgaben
Hans-Günter Frech Vorsitzender

Der Heimat- und Geschichtsverein wurde im Jahr 1987 gegründet. Mit historischen und kulturellen Veranstaltungen, Schriften zur Dorfgeschichte und regelmäßigen Ausstellungen pflegt er die historische Erinnerung im Dorf.

Als zentralen Ort des geschichtlichen Gedächtnisses hat der Verein ein Dorfmuseum in einem alten Bauernhof in der Limesstraße 12 eingerichtet. In mehreren Räumen werden darin die dörflichen Arbeits- und Wohnverhältnisse früherer Zeiten präsentiert. Die Ausstellungsräume sind von März bis Oktober an jedem 2. Sonntag im Monat im Rahmen des Museumscafés von 14.30 bis 18.00 Uhr geöffnet. Führungen können auch separat vereinbart werden. Der Heimat- und Geschichtsverein Ostheim ist Mitglied im Hessischen Museumsverband.

Unterstützen Sie den Verein durch ihre Mitgliedschaft oder durch eine Spende. Der jährliche Mitgliedsbeitrag beträgt 25 Euro. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sind vom Beitrag befreit.   Mitgliedsantrag

Bankverbindung: VR Bank Main-Kinzig-Büdingen, IBAN: DE31506616390000022888, BIC: GENODEF1LSR


Neuerscheinung zur regionalen Geschichte:
Marlen Dannoritzer: „Mit betendem Herzen und helfender Hand“. Die hessische Kleinstadt Windecken im ersten Kriegsjahr 1914/15. Lit Verlag, Berlin 2020. 124 S., 19,90 EUR, geb., ISBN 978-3-643-14583-3

In der kleinen Stadt Windecken nördlich von Hanau gab der Drucker und Ladeninhaber Wilhelm Scheer (1878–1937) zwischen 1908 und 1915 die „Windecker Zeitung“ heraus. Das zweimal wöchentlich erscheinende Blatt stellt eine seltene und sehr wertvolle lokalgeschichtliche Quelle dar. Insbesondere für das erste Kriegsjahr 1914/15 liefert sie vielfältige Einblicke in die Lebensverhältnisse an der sogenannten „Heimatfront“. Die in der Zeitung enthaltenen Berichte, Kommentare, Inserate und Bilder zeigen, welche Auswirkungen der Krieg auf die Bewohner des Ortes hatte und wie sie darauf reagierten. Marlen Dannoritzer wertet die Windecker Zeitung erstmals umfassend aus und rekonstruiert anhand dieser bislang kaum genutzten Quelle die Kriegserfahrungen der Windecker Bevölkerung.

Marlen Dannoritzer ist in Seligenstadt geboren und aufgewachsen. Sie studierte Geschichte, Romanistik und Theologie an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Inzwischen arbeitet sie als Journalistin in Berlin.

Das Buch kann über den Geschichtsverein bezogen werden. Bestellungen bitte an: Jürgen Müller


In Vorbereitung:

Friedrich Karl Fink: Kriegschronik der evangelischen Pfarrei Ostheim, Kreis Hanau 1914–1920. Hrsg. v. Jürgen Müller. Berlin 2020, 170 S., 19,90 EUR, gb., ISBN 3-643-14584-0

Der Pfarrer des Dorfes Ostheim führte von 1914 bis 1920 eine Chronik, in der er die Auswirkungen des Ersten Weltkriegs auf die Bevölkerung aufzeichnete. Sein Bericht, der nun erstmals veröffentlicht wird, schildert das dörfliche Leben unter den Bedingungen der Kriegszeit und die gesellschaftlichen, wirtschaftlichen und sozialpsychologischen Verwerfungen, die der Weltkrieg verursachte. Die Chronik liefert zahlreiche neue Erkenntnisse für die lokale und regionale Geschichte; darüber hinaus stellt sie eine überaus anschauliche Quelle für die Erforschung der sogenannten „Heimatfront“ während des Ersten Weltkriegs insbesondere im ländlichen Raum dar.

Das Buch wird im Oktober erscheinen und kann ab sofort vorbestellt werden beim Heimat- und Geschichtsverein Ostheim oder bei Jürgen Müller. Bitte geben Sie dazu Ihre vollständige Adresse und die Anzahl der gewünschten Exemplare an.

Auszug aus der Chronik:

Infolge Verfügung des General-Kommandos vom 1. März 1917 betr. Beschlagnahme, Bestandserhebung und Enteignung sowie freiwillige Ablieferung von Glocken aus Bronze mußte sich die Gemeinde von ihrer größten Glocke trennen, sie stammt aus dem Jahr 1699 aus der Glockengießerei von Schneidewind zu Frankfurt a/M und wurde im Jahre 1848 unter Pfarrer Jakobi von dem Glockengießer Phil. Bach zu Windecken umgegossen; sie hat ein Gewicht von 440 kg. Weil diese Glocke zugleich die Stunden anzeigte, wünschte die Gemeinde sie zu behalten, es wurde jedoch nicht gestattet. Wegen zu großer Schwierigkeiten beim Abtransport wurde die Glocke am 27. Juni 1917 zufolge Presbyterialbeschluß vom 24.6.17 von den beiden hiesigen Schmiedemeistern Friedrich Rose und Friedrich Schultz im Turm zerschlagen. Am 27. Juni 1917 um ½ 9 Uhr Vormittags läuteten die beiden Glocken zum letzten Mal zusammen, es ging allen durch die Herzen. Jahrzehnte haben sie die Gemeinde geladen mit ihrem Ruf: Kommt es ist alles bereit! Sehet zu, daß ihr nicht vergeblich die Gnade Gottes erlanget! Wer aus Gott ist, der hört Gottes Wort. Als wir zum letzten Mal ihren Klang vernahmen und genau hinhorchten, da war uns, als wenn sie immer wieder riefen: Der Herr ist treu, der Herr ist treu.