Geschichte
850 n. Chr. wurde Ostheim erstmals urkundlich in einem
Schenkungsverzeichnis an das Kloster Fulda erwähnt. Reinhard I. von Hanau erhielt
es 1262 zusammen mit dem benachbarten Windecken (Tezelnheim) als Lehen des Bistums Bamberg.
Früher war der Ort von einer Ringmauer umgeben und die Eingänge waren
durch Tore gesichert; daran erinnert heute noch der Straßenname Eicher Tor.
Das Dorf wurde im Dreißigjährigen Krieg
stark zerstört. Die Chronik berichtet:
„Ostheimb, alsda seint gewesen 1 Kirch 1 Rathhauß und ein Schulhauß
neben 2 gemeinen Backheuser und 104 anderen Hofreiten und Wohnungen sampt zugehörigen
Schewern und Stallungen. Davon seint im Brant verdorben durch Cardinals Infant
Volck 83 Heuser und 80 Schewern“.
Im November 1634 und im Januar 1635 geschah das oben erwähnte Ereignis.
Alles was noch übrig geblieben war, wurde im Mai 1635 von Kroaten
niedergebrannt.
Die heute noch erhaltenen Fachwerkhäuser sind demnach nicht vor Mitte
des 17. Jahrhunderts erbaut worden sein.
Am 1. Juli 1974 wurde Ostheim zum Abschluss der Gebietsreform in die
Stadt Nidderau eingegliedert.
Ostheim liegt am Rande der Wetterau und am Fuße des Ronneburger Hügellandes,
einem Ausläufer des Vogelsberges. Durch die
Stadt verläuft die Bahnstrecke
Friedberg-Hanau. Teilweise drehen die Flugzeuge bei West-Wetterlage
über Ostheim bei, um auf dem Rhein-Main-Flughafen zu landen.
In Nidderau geben sich die einzelnen Ortschaften
untereinander „Kosenamen“ wie etwa die Windecker Schlüsselrappeler, die
Aascher Schnooke (Eicher Schnaken), oder den Ustemer Mattekouche (Ostheimer Käsekuchen)
letzterer Name rührt von einem in Ostheim gebackenen Kuchen her.